Ein PC mit den Logos von Intune, MECM und Baramundi, daneben die Überschrift Client Management

Je mehr Clients eine IT-Abteilung verwaltet, desto schwieriger wird es, Softwarestände, Konfigurationen und Gerätezustände manuell im Griff zu behalten. Spätestens bei mehreren hundert oder tausend Geräten braucht es zentrale Prozesse und Werkzeuge.

Genau hier setzt Client Management an. Der Begriff stammt zwar aus der klassischen Verwaltung von Windows-Arbeitsplätzen, ist aber auch heute noch relevant – nur haben sich die technischen Möglichkeiten und die Grenzen zu Endpoint Management und UEM deutlich weiterentwickelt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Effiziente Verwaltung: Client Management ermöglicht die zentrale Steuerung und Konfiguration von Endgeräten, was IT-Abteilungen entlastet und Prozesse automatisiert.
  • Erhöhte Sicherheit: Durch Patch Management, Richtlinien und Überwachung schützt CM Unternehmen vor Cyberbedrohungen und sorgt für aktuelle Sicherheitsstandards.
  • Teil des UEM: Als Teil des Unified Endpoint Management integriert CM die Verwaltung aller Endpunkte, um eine einheitliche und sichere IT-Infrastruktur zu gewährleisten

Wie SOFTTAILOR euch unterstützt: Im Rahmen unserer Endpoint Strategie verwalten wir eure Clients zentral und sicher – Softwarepaketierung und Systemhärtung inklusive.

1. Was ist Client Management?

Client Management bezeichnet die zentrale Verwaltung von Arbeitsplatzgeräten innerhalb eines Unternehmens. Im Fokus stehen traditionell Desktop-PCs, Notebooks und andere klassische Clients, über die Mitarbeitende auf Anwendungen und Unternehmensressourcen zugreifen.

Statt jedes Gerät einzeln zu installieren, zu konfigurieren und aktuell zu halten, werden möglichst viele dieser Aufgaben zentral gesteuert und standardisiert. Dazu gehören beispielsweise die Bereitstellung von Betriebssystemen und Anwendungen, Konfigurationen, Updates sowie die Überwachung des Gerätezustands.

Client Management, Endpoint Management und UEM

Die Begriffe Client Management, Endpoint Management und Unified Endpoint Management (UEM) werden heute teilweise synonym verwendet, beschreiben aber nicht dasselbe.

Im Gegensatz zu Client Management umfassten Endpoint Management die Verwaltung von Endgeräten breiter und kann beispielsweise auch mobile oder spezialisierte Geräte umfassen. Unified Endpoint Management verfolgt schließlich den Ansatz, unterschiedliche Gerätetypen und Betriebssysteme möglichst über eine gemeinsame Management-Plattform zu verwalten.

Die Grenzen sind im Alltag fließend. Moderne Client-Management-Lösungen wie Microsoft Intune, SCCM/MECM oder die baramundi Management Suite decken heute jedoch häufig deutlich mehr ab als die reine Verwaltung klassischer PCs. Mehr zu den Begriffen und ihren Unterschieden findet ihr in unserem ausführlichen Vergleich von Client-, Device- und Endpoint Management.

2. Welche Aufgaben umfasst Client Management?

Die Aufgaben des Client Managements lassen sich entlang des Lebenszyklus eines Clients einordnen: Geräte müssen zunächst bereitgestellt und konfiguriert, anschließend mit Anwendungen und Updates versorgt, überwacht und bei Bedarf unterstützt werden.

  • Bereitstellung und Betriebssystem-Deployment: Neue oder zurückgesetzte Clients werden standardisiert eingerichtet und in einen definierten Zustand gebracht. Je nach Infrastruktur erfolgt das über klassische Imaging-Verfahren oder moderne cloudbasierte Bereitstellung.
  • Softwareverteilung: Anwendungen werden zentral installiert, aktualisiert und bei Bedarf wieder deinstalliert. Standardisierte Softwarepakete sorgen dafür, dass Rollouts auch in größeren Umgebungen reproduzierbar und mit wenig manuellem Aufwand erfolgen.
  • Patch Management: Betriebssysteme und Anwendungen werden kontinuierlich aktualisiert. Dazu gehören nicht nur Windows Updates, sondern auch Patches für Drittanbieter-Anwendungen.
  • Konfiguration und Systemhärtung: Betriebssystem-, Sicherheits- und Anwendungseinstellungen lassen sich zentral vorgeben und einheitlich auf den Clients durchsetzen. Gerade bei der Systemhärtung zeigt sich jedoch in vielen DACH-Organisationen noch Nachholbedarf: Laut unserer State of Endpoint in DACH 25/26 Studie ist die Härtung bei rund einem Drittel der befragten Unternehmen bislang rudimentär oder nicht strukturiert umgesetzt.
  • Inventarisierung: Hardware, installierte Software, Betriebssystemstände und weitere Gerätedaten werden zentral erfasst. Dadurch erhält die IT einen aktuellen Überblick über die verwaltete Umgebung.
  • Client Health und Monitoring: Gerätezustände werden überwacht, um beispielsweise fehlende Updates, fehlerhafte Dienste oder andere Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.
  • Remote Support und Fehlerbehebung: Administratoren können Probleme auf entfernten Clients analysieren und Anwender unterstützen. Das ist insbesondere bei Homeoffice-Arbeitsplätzen und verteilten Standorten relevant.

Wie wichtig die zuvor genannten Aufgaben sind, zeigt auch der Microsoft Digital Defense Report 2024: Bei über 90 % der Angriffe, die bis zur Ransom-Phase gelangten, wurden nicht verwaltete Geräte als initialer Zugangspunkt oder für die Remote-Verschlüsselung genutzt. Ein konsequentes Client Management hilft dabei, solche blinden Flecken möglichst zu vermeiden.

Desktop-PCs und Notebooks im Client Management
Unternehmen müssen viele Clients verwalten

3. Wie wird Client Management heute umgesetzt?

Client Management kann heute klassisch On-Premises, cloudbasiert oder hybrid umgesetzt werden. Bei der Entscheidung zwischen On-Premises vs. Cloud spielen unter anderem die vorhandene Infrastruktur, die eingesetzten Betriebssysteme sowie die Anforderungen an Bereitstellung, Verwaltung und Sicherheit eine wichtige Rolle.

Eine On-Premises-Lösung wird innerhalb der eigenen Infrastruktur betrieben und kann sich insbesondere für Umgebungen mit bestehender lokaler Management-Infrastruktur, komplexen Netzwerken oder besonderen Anforderungen an Betriebssystem-Deployment und lokale Verwaltung eignen. Ein typisches Beispiel ist Microsoft Configuration Manager (SCCM/MECM).

Cloudbasierte Plattformen verwalten Clients hingegen über das Internet und benötigen weniger lokale Infrastruktur. Microsoft Intune ist ein typisches Beispiel und eignet sich besonders für mobile Arbeitsplätze, Entra-ID-basierte Umgebungen sowie die Verwaltung unterschiedlicher Gerätetypen.

Viele Unternehmen setzen außerdem auf einen hybriden Ansatz und kombinieren bestehende On-Premises-Strukturen mit Cloud-Management. Über Co-Management können beispielsweise SCCM und Intune parallel eingesetzt und Verwaltungsaufgaben schrittweise in die Cloud verlagert werden.

Auch Lösungen wie die baramundi Management Suite verbinden klassische Client-Management-Funktionen mit moderner Endpoint-Verwaltung. Nur selten gibt es daher den einen richtigen Ansatz. Entscheidend ist, dass die gewählte Plattform zur vorhandenen Infrastruktur und zum jeweiligen Betriebsmodell passt.

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4. Was zeichnet gutes Client Management aus?

Gutes Client Management sorgt nicht nur dafür, dass Geräte grundsätzlich verwaltet werden können. Entscheidend ist, wie zuverlässig und standardisiert die Prozesse im Alltag funktionieren.

Wichtige Merkmale sind:

  • Standardisierte Prozesse: Bereitstellung, Konfiguration und Softwareverteilung folgen definierten Abläufen statt manuellen Einzellösungen.
  • Hoher Automatisierungsgrad: Wiederkehrende Aufgaben wie Installationen, Updates oder Konfigurationsänderungen werden möglichst automatisiert ausgeführt.
  • Transparenz über den Gerätezustand: Die IT kann nachvollziehen, welche Clients aktuell, fehlerhaft oder nicht mehr regelkonform sind.
  • Zuverlässige Rollouts: Software und Änderungen werden kontrolliert verteilt und ihr Erfolg lässt sich zentral überwachen.
  • Einheitliche Konfigurationen: Technische Standards und Sicherheitsvorgaben werden konsistent auf den verwalteten Clients umgesetzt.
  • Schnelle Fehlererkennung: Probleme werden möglichst früh erkannt, bevor sie zu größeren Störungen oder zusätzlichem Supportaufwand führen.
  • Skalierbarkeit: Neue Geräte oder Standorte lassen sich integrieren, ohne dass der administrative Aufwand im gleichen Maß mitwächst.

Mit dem zunehmenden Einsatz von KI in der Schwachstellenforschung gewinnt vor allem die Automatisierung weiter an Bedeutung. Wenn Schwachstellen schneller gefunden und potenziell auch schneller ausgenutzt werden können, bleibt weniger Zeit für manuelle Prozesse. Standardisierte Abläufe, automatisierte Softwareverteilung und ein funktionierendes Patch Management werden damit zu wichtigen Voraussetzungen für ein reaktionsfähiges Client Management. Wie sich diese Entwicklung bereits abzeichnet, zeigen wir am Beispiel von Claude Mythos und Patch Management.

5. Fazit

Client Management bildet weiterhin die Grundlage für einen stabilen und standardisierten Betrieb von Arbeitsplatzgeräten. Die technischen Ansätze haben sich jedoch weiterentwickelt: Neben klassischen On-Premises-Lösungen sind Cloud-Management und hybride Modelle heute in vielen Unternehmen bereits fest etabliert.

Entscheidend ist weniger, ob eine Umgebung als Client Management, Endpoint Management oder UEM bezeichnet wird. Wichtig ist, dass Geräte zuverlässig bereitgestellt, aktualisiert, überwacht und abgesichert werden können – mit möglichst wenig manueller Arbeit.

Fehlen intern die Ressourcen für den laufenden Betrieb, lassen sich diese Aufgaben auch auslagern. Mit unserem Endpoint Management as a Service übernehmen wir je nach Bedarf einzelne Aufgaben oder den vollständigen Betrieb der Endpoint-Management-Umgebung.

Über den Autor:

Dorian beschäftigt sich seit 2011 mit Unternehmens- und IT-Strategie. Aufgrund der Endpoint Security Defizite vieler Unternehmen und der Informationsüberflutung hat er die Endpoint Strategie entwickelt. Dorian ist Mitgründer des Expertenzirkels "Endpoint Management" im IAMCP e.V.

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Inhalt
FAQ

Häufig gestellte Fragen

FAQ Client Management

Was ist Client Management?
Warum ist Client Management für Unternehmen wichtig?
Welche Aufgaben umfasst das Client Management?
Wie unterscheidet sich Client Management von Unified Endpoint Management (UEM)?
Welche Client Management Dienstleistungen bietet SOFTTAILOR an?
Wie trägt Client Management zur Produktivität bei?
Was kostet Client Management as a Service?
Warum sollten Unternehmen Client Management als Managed Service nutzen?
Welche Tools werden für Client Management verwendet?

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