Ivanti DSM Logo mit einem "End of Life" Verweis

Am 31.12.2026 endet der offizielle Support für Ivanti DSM. Für Unternehmen, die DSM noch im Einsatz haben, wird die Frage nach einer geeigneten Nachfolgelösung damit dieses Jahr immer dringlicher.

Welche Lösung zu eurer Umgebung passt, hängt stark davon ab, welche Funktionen und Prozesse ihr aus DSM weiterhin benötigt und wie euer zukünftiges Endpoint Management aussehen soll. In diesem Artikel vergleichen wir die wichtigsten Ivanti-DSM-Alternativen und zeigen, worauf ihr bei der Auswahl und Migration achten solltet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ivanti DSM erreicht am 31.12.2026 sein End-of-Life: Danach stellt Ivanti keine Produktupdates und keinen offiziellen Support mehr bereit.
  • Die wichtigsten Alternativen sind Microsoft Intune/MECM und baramundi: Intune eignet sich besonders für cloudbasiertes Endpoint Management im Microsoft-Ökosystem. MECM ergänzt Funktionen für klassische und lokale Szenarien. baramundi verbindet moderne UEM-Funktionen mit starker Softwareverteilung und flexiblen Betriebsmodellen.
  • Ivanti Neurons ist Ivantis strategische Zielplattform, aber kein einfacher DSM-Nachfolger: Architektur, Administration und Prozesse unterscheiden sich deutlich von DSM. Eine Migration muss entsprechend geplant werden.
  • Unsere Empfehlung: Für die meisten DSM-Umgebungen sehen wir heute vor allem zwei sinnvolle Zielrichtungen: Microsoft Intune – bei Bedarf ergänzt durch MECM oder die baramundi Management Suite. Welche Variante besser passt, hängt insbesondere von Cloud-Strategie, Servermanagement, Softwareverteilung und den bestehenden Anforderungen ab.

Wie SOFTTAILOR euch unterstützt: Wir übernehmen die Migration von Ivanti DSM für euer Unternehmen – damit ihr euch voll auf euer Kerngeschäft konzentrieren könnt, während ihr bei dieser wichtigen Migration von unserer Erfahrung profitiert.

1. Die besten Alternativen zu Ivanti DSM

Ivanti DSM ist eine klassische On-Premise-Lösung für Softwareverteilung und Unified Endpoint Management (UEM). Mit dem End-of-Life suchen viele Organisationen nach Alternativen, die entweder On-Premises, cloudbasiert oder in hybriden Szenarien eingesetzt werden können. Das sind die wichtigsten Ivanti DSM Alternativen im Überblick:

  • Microsoft Intune
  • Microsoft Endpoint Configuration Manager (SCCM/MECM)
  • baramundi Management Suite
  • Ivanti Neurons
  • Matrix42 UEM Empirum
  • Aagon ACMP
  • Omnissa Workspace ONE

Microsoft Intune

Microsoft Intune ist eine cloudbasierte UEM-Lösung, die sich insbesondere in Verbindung mit Microsoft MECM als Alternative zu Ivanti DSM eignet. Mit Intune können Unternehmen Desktops und Laptops sowie Smartphones und Tablets zentral verwalten und absichern. Unterstützt werden unter anderem Windows, macOS, Linux, Android und iOS/iPadOS. Die Integration mit Microsoft 365 und Microsoft Entra ID macht Intune besonders für Unternehmen attraktiv, die bereits in der Microsoft-Umgebung arbeiten.

Intune eignet sich vor allem für Unternehmen, die ihr Endpoint Management stärker cloudbasiert aufstellen und Geräte unabhängig vom Unternehmensnetzwerk verwalten möchten.

Allerdings muss beachtet werden, dass für die Verwaltung von Server-Betriebssystemen weiterhin MECM erforderlich ist, da Intune primär auf Endnutzergeräte mit Internetverbindung ausgerichtet ist.

MECM/SCCM (Microsoft Endpoint Configuration Manager)

Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM), früher bekannt als System Center Configuration Manager (SCCM), bleibt eine bewährte On-Premise-Lösung für Unternehmen, die auf lokale Infrastrukturen setzen, ohne auf moderne Management-Funktionen zu verzichten. Besonders in hybriden Umgebungen spielt MECM seine Stärken aus, insbesondere im Co-Management mit Microsoft Intune. Dabei können Windows-Geräte gleichzeitig mit Configuration Manager und Intune verwaltet und einzelne Workloads schrittweise in die Cloud verschoben werden.

MECM bietet umfangreiche Möglichkeiten, um Endgeräte granular zu steuern und Server, On-Premise-Umgebungen sowie hochverfügbare Endpoints und komplexe Windows-Client-Szenarien zu verwalten.

Hinzu kommen umfangreiche Reporting-Funktionen, mit denen sich der Zustand und die Konfiguration der verwalteten Umgebung detailliert auswerten lassen und die dabei helfen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Damit bleibt MECM vor allem für Unternehmen interessant, die weiterhin eine lokale Management-Plattform benötigen, gleichzeitig aber hybride oder cloudbasierte Szenarien nicht ausschließen möchten.

Nicht vergessen werden sollte, dass Microsoft den Annual Release von MECM angekündigt hat: Ab Version 2609, deren Veröffentlichung Microsoft für September 2026 angekündigt hat, wechselt Configuration Manager von mehreren Updates pro Jahr auf einen jährlichen Release-Zyklus – ein Thema, das auch im Webinar „SCCM in 2026 – Zukunft, Alternativen, optimale Performance ausführlich behandelt wird.

Baramundi Management Suite

Die baramundi Management Suite ist eine flexible und benutzerfreundliche UEM-Lösung, die sich besonders für mittelständische Unternehmen eignet. Sie deckt alle wichtigen UEM-Funktionen ab, darunter Softwareverteilung, Inventarisierung, Patch Management und IT-Sicherheitsmanagement. Neben Windows, macOS, iOS und Android unterstützt baramundi inzwischen auch Linux sowie Windows-Server.

baramundi ist heute nicht mehr auf den klassischen On-Premise-Betrieb beschränkt, sondern kann sowohl in der eigenen Infrastruktur als auch as-a-Service betrieben werden. Auch Geräte außerhalb des Unternehmensnetzwerks lassen sich über das Internet verwalten. Das Besondere: Die Management Suite wird in Deutschland gehostet – ein Vorteil, den auch DSM hatte und den nur wenige andere UEM-Lösungen in dieser Form bieten.

Gerade für Unternehmen, die von Ivanti DSM kommen, ist baramundi deshalb eine interessante Alternative: Funktionen wie granulare Softwareverteilung, OS-Deployment und die Verwaltung lokaler Infrastrukturen bleiben erhalten, gleichzeitig lassen sich auch moderne und hybride Endpoint-Management-Szenarien abbilden. Bei Bedarf kann baramundi außerdem gemeinsam mit Microsoft Intune im Co-Management eingesetzt werden.

Wir halten baramundi aufgrund der genannten Funktionen, aber auch wegen seiner deutschen Herkunft für eine verlässliche Alternative und sind daher (auch durch das EOL angestoßen) Baramundi Competence Center Partner geworden.

Ivanti Neurons

Ivanti Neurons ist die moderne, cloudbasierte Plattform von Ivanti, die das Unternehmen als strategische Zielplattform für DSM-Kunden positioniert. Die Lösung bietet unter anderem Automatisierungsfunktionen und die Möglichkeit, eine große Bandbreite an Endgeräten inklusive OT- und Frontline-Worker-Devices zu verwalten.

Allerdings ist der Wechsel von DSM zu Neurons kein einfaches Produktupgrade. Ivanti selbst sieht zwar einen schrittweisen Übergang vor und ermöglicht den parallelen Betrieb von DSM und Neurons, lässt dabei aber einen klar definierten, durchgängigen Migrationspfad vermissen. Für viele Kunden bleibt dadurch unklar, wie ein strukturierter und risikoarmer Wechsel tatsächlich aussehen soll. Je nach bestehendem DSM-Einsatz kommen dabei unterschiedliche Neurons-Module wie Neurons for UEM, DEX oder Patch Management infrage, ohne dass eine eindeutige Zielarchitektur vorgegeben wird.

Bestehende DSM-Prozesse sollten deshalb sehr genau darauf geprüft werden, wie sie sich in Neurons abbilden lassen. Gerade in Ivanti DSMs Paradedisziplin Softwareverteilung zeigt Neurons im Vergleich zu DSM allerdings noch Schwächen.

Ivanti Neurons kann sich trotzdem für Unternehmen eignen, die aufgrund ihrer Anforderungen eine enterprisefähige Alternative zu Intune suchen und Wert auf Multi-OS-Management, Automatisierung sowie die Integration von Endpoint Management und Security legen.

Matrix42 UEM Empirum

Matrix42 UEM Empirum ist eine etablierte Lösung, die insbesondere auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten ist. Sie bietet umfangreiche Funktionen zur Softwareverteilung, Patch Management und Inventarisierung von IT-Ressourcen. Besonders für Unternehmen, die weiterhin auf lokale Infrastrukturen setzen, ist Empirum eine mögliche Alternative zu Ivanti DSM.

Empirum ist dabei nicht mehr ausschließlich auf On-Premise-Umgebungen beschränkt. Matrix42 bietet Client Management mit Empirum inzwischen auch als SaaS-Lösung an und unterstützt hybride Szenarien. Unternehmen können damit bestehende lokale Strukturen weiter nutzen und gleichzeitig Cloud-Komponenten integrieren.

Der Nachteil: Empirum bringt ähnlich wie DSM historisch gewachsene Strukturen und eine vergleichsweise umfangreiche Infrastruktur mit. Je nach gewähltem Betriebsmodell und benötigten Funktionen sollte deshalb genau geprüft werden, wie gut die Lösung zur zukünftigen Endpoint-Strategie passt.

Aagon ACMP

Aagon ACMP (Aagon Client Management Platform) ist eine On-Premises-Lösung, die sich durch ihre benutzerfreundliche Oberfläche und umfangreiche Automatisierungsfunktionen auszeichnet. Sie eignet sich besonders für Unternehmen, die ihre Endgeräte weiterhin mit einer lokal betriebenen Plattform verwalten möchten.

ACMP unterstützt inzwischen ebenfalls Sicherheitsrichtlinien und bietet erweiterte Security- und Compliance-Funktionen. Auch die Verbindung mit Microsoft Intune ist inzwischen stärker ausgebaut: Mit ACMP Intune Management lassen sich Cloud- und On-Premise-Geräte gemeinsam über ACMP verwalten. Dafür ist jedoch ein zusätzliches Modul erforderlich.

Ein möglicher Nachteil bleibt jedoch die weiterhin starke Ausrichtung auf den lokalen Betrieb. Unternehmen müssen die gesamte Infrastruktur selbst bereitstellen, betreiben und absichern, was insbesondere im Vergleich zu reinen Cloud-Lösungen mit höherem administrativem Aufwand und geringerer Skalierbarkeit verbunden sein kann.

Omnissa (VMware) Workspace ONE

Workspace ONE UEM von Omnissa (ehemals VMware) ist eine UEM-Plattform, die sich insbesondere auf die Verwaltung heterogener und hybrider Arbeitsumgebungen konzentriert. Die Plattform eignet sich vor allem für größere Unternehmen, die auf Remote Work und Cloud-first-Strategien setzen.

Für neue Umgebungen empfiehlt Omnissa heute primär den Betrieb als Cloud-Service. Workspace ONE deckt Windows, macOS, Linux, iOS/iPadOS, Android und ChromeOS ab. Seit 2026 unterstützt die Plattform außerdem die Verwaltung von Windows Servern.

Weitere erwähnenswerte Tools

Neben den Hauptalternativen gibt es weitere Tools, die für spezifische Anforderungen und häufig kleinere Mittelständler bis zu 50 Mitarbeitern geeignet sind. Die Genzen zwischen Unified Endpoint Management (UEM) und Remote Management & Monitoring (RMM) Lösungen sind hier fließend.  Beispiele sind:

  • ManageEngine Endpoint Central
  • IBM MaaS360
  • NinjaOne
  • Kaseya VSA

Kriterium Ivanti DSM Microsoft Intune MECM / SCCM baramundi Ivanti Neurons UEM Matrix42 Empirum Aagon ACMP Omnissa Workspace ONE
Lizenzierung in M365
OS Support Windows, macOS, Linux Windows, macOS, Android, iOS/iPadOS, Linux Windows Windows, macOS, Linux, Android, iOS Windows, macOS, Android, iOS, Linux Windows, macOS, Linux Windows, macOS, Linux Windows, macOS, Android, iOS/iPadOS, Linux, ChromeOS
Windows Server Support
Betriebsmodell On-Premises Cloud On-Premises / Hybrid On-Premises / as-a-Service Cloud On-Premises / Cloud / Hybrid On-Premises Cloud / On-Premises
Security & Compliance Begrenzt ✅ / Add-on
Administratorfreundlichkeit ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐
Konsolen Admin-Konsole, Web-Konsole Web-Konsole Admin-Konsole Admin-Konsole Web-Konsole Admin-Konsole, Web-Konsole Admin-Konsole, Web-Konsole Web-Konsole
Scripting & API PowerShell, SOAP-API PowerShell, REST-API, Graph API PowerShell, WMI, SQL PowerShell, REST-API PowerShell, REST-API PowerShell, REST-API PowerShell, REST-API PowerShell, REST-API
Skalierbarkeit ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐
Zukunftsfähigkeit & Innovation ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐
Integration in Drittsysteme ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐
Community ⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐

2. Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Ivanti DSM Alternative

Die Wahl der passenden Alternative zu Ivanti DSM hängt von den individuellen Anforderungen eures Unternehmens ab. Um sicherzustellen, dass die neue Lösung sowohl technisch als auch strategisch passt, solltet ihr folgende Kriterien berücksichtigen:

  1. On-Premises vs. Cloud: Entscheidung, ob eure IT-Strategie eine lokale Infrastruktur, eine cloudbasierte Lösung oder einen hybriden Ansatz vorsieht.
  1. Funktionsumfang: Prüft, welche bestehenden DSM-Funktionen und Prozesse weiterhin benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Softwareverteilung, OS-Deployment, Patch Management, Inventarisierung oder die Verwaltung von Windows Servern.
  2. Skalierbarkeit: Die Lösung sollte mit dem Unternehmen wachsen und sich an geänderte Anforderungen anpassen.
  3. Administratorfreundlichkeit: Eine intuitive Benutzeroberfläche kann Schulungsaufwände reduzieren und die tägliche Administration vereinfachen.
  4. Sicherheitsstandards: Moderne UEM-Lösungen sollten Funktionen zur Absicherung und Compliance von Endgeräten bieten und sich in die bestehende Security-Architektur integrieren lassen. In Microsoft-Umgebungen wären das z.B. Features wie Zero Trust und Conditional Access.
  5. Integrationsfähigkeit: Die gewählte Lösung sollte sich möglichst gut in die bestehende IT-Landschaft einfügen.
  6. Kosten und Lizenzmodell: Berücksichtigt werden müssen neben den Lizenzgebühren auch Betriebs-, Infrastruktur- und mögliche Migrationskosten.
  7. Zukunftsperspektive: Achtet darauf, wie aktiv die Lösung weiterentwickelt wird und ob die Produktstrategie des Herstellers zu eurer langfristigen Endpoint-Strategie passt.

3. Warum wir Microsoft Intune mit MECM/SCCM oder baramundi als Ivanti DSM Alternative empfehlen

Eigentlich geht der Trend im Endpoint Management klar in Richtung Konsolidierung: In unserer Studie State of Endpoint in DACH 25/26 gaben fast 2/3 der Organisationen mit einer geplanten Migration an, ihre UEM-Landschaft in den nächsten zwölf Monaten auf eine zentrale Plattform konsolidieren zu wollen.

Bei ehemaligen Ivanti-DSM-Nutzern zeigt sich allerdings ein etwas anderes Bild. Die meisten setzen nicht ausschließlich auf Intune, sondern kombinieren die Plattform mit einer ergänzenden Lösung. Das deckt sich auch mit unserer Erfahrung. Intune ist für viele Unternehmen eine gute Basis für die Ablösung von Ivanti DSM, deckt aber nicht alle Funktionen ab, die in klassischen DSM-Umgebungen benötigt werden.

Je nach Anforderungen kann Intune mit MECM/SCCM oder der baramundi Management Suite ergänzt werden. MECM bietet sich insbesondere an, wenn bereits eine Microsoft-Management-Infrastruktur vorhanden ist oder granulare Windows-Verwaltung, Servermanagement und klassische On-Premise-Szenarien weiterhin benötigt werden. Microsoft unterstützt dafür das gemeinsame Management von Windows-Geräten mit Intune und Configuration Manager.

baramundi ist eine Alternative dazu, wenn klassische Endpoint-Management-Funktionen wie Softwareverteilung, OS-Deployment, Patch Management oder die Verwaltung lokaler und heterogener Umgebungen stärker gewichtet werden. Die baramundi Management Suite lässt sich mit Intune verbinden und ergänzt dessen cloudbasiertes Management um zusätzliche klassische UEM-Funktionen.

Warum diese Kombination sinnvoll ist:

  • Skalierbarkeit: Intune ermöglicht die cloudbasierte Verwaltung von Endgeräten unabhängig vom Unternehmensnetzwerk. MECM und baramundi können dort ergänzen, wo weiterhin lokale Infrastrukturen, Server oder klassische Management-Funktionen benötigt werden.
  • Sicherheit und Compliance: Intune bietet moderne Sicherheitsansätze wie Zero Trust, während MECM die Verwaltung von on-premise Geräten bis hin zur Air-Gapped Umgebungen ermöglicht und durch sein umfangreiches Reporting regulatorische Anforderungen unterstützt.
  • Integrationsfähigkeit und Kosten: Beide Lösungen sind eng in Microsoft 365 integriert und oft in vorhandenen Microsoft 365 Lizenzen enthalten, wodurch zusätzliche Kosten minimiert werden.
  • Flexibilität: Co-Management ermöglicht die parallele Nutzung von MECM und Intune, um hybride Szenarien zu meistern und eine optimale Balance zwischen Cloud- und On-Premise-Strategien zu schaffen.
  • Zukunftssicherheit: Microsoft investiert kontinuierlich und massiv in die Weiterentwicklung seiner Lösungen. Als Hersteller des weltweit meistgenutzten Betriebssystems verfügt Microsoft über einen unübertroffenen Wissensvorsprung. Mit einer immer stärkeren Integration der Lösungen wird die Komplexität moderner IT-Landschaften reduziert, wodurch Unternehmen zukunftsfähige Infrastrukturen aufbauen können.

Damit ergeben sich für uns bei der Ablösung von Ivanti DSM häufig zwei sinnvolle Zielbilder: Intune + MECM/SCCM oder Intune + baramundi Management Suite. Welche Kombination besser passt, hängt von der bestehenden Infrastruktur und den benötigten Funktionen ab.

4. 10 Schritte für die erfolgreiche Ablösung von Ivanti DSM

Der Übergang von Ivanti DSM zu einer neuen Unified Endpoint Management (UEM)-Lösung erfordert sorgfältige Planung und eine klare Struktur. Hier sind die wichtigsten Schritte, um eine erfolgreiche Migration zu gewährleisten:

  1. Erfolg definieren:
    Definiert mit eurem Team ein klares Zielbild. Überlegt, warum ihr (neben dem EOL) die Migration durchführt – z. B. zur Vereinfachung, Verbesserung der Sicherheit oder einer besseren User Experience. Dieses Ziel bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.

  1. Bestandsaufnahme der aktuellen Umgebung:
  • Geräteinventar: Erfasst alle Endgeräte, Betriebssysteme und Anwendungen, die derzeit verwaltet werden.
  • Prozesse analysieren: Dokumentiert eure bestehenden Abläufe bei Softwareverteilung, Patch Management und weiteren Aufgaben.
  • Abhängigkeiten erfassen: Prüft, welche Systeme, Schnittstellen und Prozesse aktuell von DSM abhängig sind.

  1. Lösung designen:
    Entwerft ein technisches Zielbild für die neue Umgebung. Dieses beinhaltet sowohl die Konfiguration der neuen Lösung als auch die notwendigen Integrationen in eure bestehende IT-Infrastruktur. Dabei sollte auch festgelegt werden, welche Aufgaben zukünftig über Intune und welche über MECM/SCCM oder baramundi abgebildet werden.

  1. Migration planen:
    Erstellt einen detaillierten Migrationsplan. Dazu gehören die Definition der einzelnen Teilschritte, die Zusammensetzung des Migrationsteams und die Reihenfolge, in der Geräte, Anwendungen und Funktionen umgezogen werden. Plant außerdem, wie lange DSM und die neue Lösung parallel betrieben werden müssen.

  1. Technische Voraussetzungen schaffen:
  • Stellt sicher, dass alle benötigten Systemzugänge, Test-Accounts und Testgeräte verfügbar sind.
  • Plant die Lizenzierung sowohl für die neue als auch für die alte Lösung, damit während der Übergangsphase beide Systeme betrieben werden können.
  • Prüft notwendige Netzwerk-, Identity- und Infrastrukturvoraussetzungen.

  1. Test- und Pilotphase:
  • Richtet eine Testumgebung ein und validiert die Kernfunktionen der neuen Lösung.
  • Bezieht Pilotgruppen ein, um erste Erfahrungen zu sammeln und Feedback einzuholen.

  1. Migration und Konfiguration:
  • Nutzt, wo möglich, Automatisierungstools, um Daten, Devices und User von Ivanti DSM zu migrieren.
  • Migriert Softwarepakete, Richtlinien, Konfigurationen und Zuweisungen schrittweise auf die neue Plattform.
  • Prüft dabei nicht nur, ob bestehende DSM-Konfigurationen technisch übernommen werden können, sondern auch, ob sie im neuen Zielbild weiterhin benötigt werden.

  1. Schulung und Einweisung:
  • Schult euer IT-Team und informiert die Endnutzer rechtzeitig über den Wechsel.
  • Erstellt klare Anleitungen und Guides, die den Einstieg in die neue Lösung erleichtern.

  1. Rollout und Monitoring:
  • Führt die Migration in Ringen/Wellen durch, um Risiken zu minimieren.
  • Überwacht die Performance der neuen Lösung, sammelt Feedback und nehmt Optimierungen vor.

  1. Altsysteme außer Betrieb nehmen:
  • Nehmt DSM erst außer Betrieb, wenn alle relevanten Geräte, Anwendungen und Prozesse erfolgreich migriert und geprüft wurden.
  • Sichert weiterhin benötigte Daten und Dokumentationen und entfernt anschließend DSM-Agenten sowie nicht mehr benötigte Infrastruktur.
  • Kündigt oder deaktiviert nicht mehr benötigte Lizenzen und dokumentiert den Abschluss der Migration

5.  Welche Bestandteile müssen zur Ivanti DSM Alternative migriert werden?

Softwarepakete

Bei der Migration von Softwarepaketen empfehlen wir die Migration von Ivanti eScript zum PowerShell Application Deployment Toolkits (PSADT) als universelles Standardformat. PSADT bietet entscheidende Vorteile: Es ermöglicht die Erstellung von Paketen, die mit nahezu jeder UEM-Lösung kompatibel sind, gewährleistet Standardisierung und hohe Qualität in der Softwareverteilung und bietet eine konsistente End-User-Experience. Durch PSADT lassen sich Anwendungen schneller und einfacher paketieren, was die Einführung neuer Software beschleunigt. Zudem wird das Troubleshooting von fehlerhaften Paketen erheblich vereinfacht.

Manche Dienstleister werben mit anderen Tools für die automatisierte Migration von Ivanti DSM Softwarepaketen in ein eigenes Format. Dies empfehlen wir nicht, weil man sich hierdurch  in eine Abhängigkeit begibt und weiter in diesem Format paketieren muss, um ein einheitliches Erscheinungsbild für Admins und User zu gewährleisten. Auch den meist zeitaufwändigen Test des Paketes können diese Tools einem nicht abnehmen.

Richtlinien und Konfigurationen

Sicherheitsrichtlinien, Zugriffssteuerungen und Konfigurationsprofile stellen einen wesentlichen Bestandteil der Endgeräte-Verwaltung dar und wurden ggf. In Zeiten von DSM mit Gruppenrichtlinien umgesetzt. Hier macht es ggf. Sinn, diese zu der neuen Plattform  zu migrieren, um sowohl Compliance-Anforderungen zu ehöhenals auch den gewünschten Sicherheitsstandard weiter zu entwickeln und Zero-Trust einzuführen.

Endgeräte

Alle verwalteten Endgeräte – darunter Desktops, Laptops und gegebenenfalls mobile Geräte – müssen in die neue UEM-Umgebung integriert werden. Je nach Plattform und Ausgangssituation kann dafür ein neues Enrollment, eine Anpassung der Management-Agenten oder eine erneute Provisionierung erforderlich sein.

Dabei sollte sichergestellt werden, dass die Geräte die vorgesehenen Richtlinien, Anwendungen und Konfigurationen erhalten und die Beeinträchtigung für die Endnutzer möglichst gering bleibt.

User

Die Migration von Benutzerkonten, Berechtigungen und Zuweisungen ist ebenso entscheidend. Zuweisungsziele müssen übernommen werden und sichergestellt werden, dass jedem Anwender die Software weiterhin angezeigt wird.  Auch die Berechtigungen für Admins und das Helpdesk dürfen nicht vergessen werden, damit es keine Störungen beim Support gibt.

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6. Fazit

Das End-of-Life von Ivanti DSM zum 31.12.2026 macht für bestehende DSM-Kunden einen Wechsel auf eine andere Endpoint-Management-Plattform notwendig.

Dabei geht es nicht darum, DSM einfach durch ein anderes Produkt zu ersetzen. Vielmehr ist entscheidend, welche Funktionen künftig tatsächlich benötigt werden und wie das zukünftige Endpoint-Management sinnvoll aufgebaut werden soll.

Für viele Unternehmen empfehlen wir Microsoft Intune als Basis. Wenn darüber hinaus klassische Management-Funktionen, Serververwaltung, OS-Deployment oder umfangreichere Softwareverteilung benötigt werden, lässt sich Intune je nach Anforderungen mit MECM/SCCM oder der baramundi Management Suite ergänzen.

Wenn ihr Ivanti DSM noch immer im Einsatz habt, unterstützen wir euch bei der Migration von Ivanti DSM. Gemeinsam mit unserem Partner Patch My PC haben wir dafür ein Tool entwickelt, mit dem sich bestehende DSM-Anwendungen automatisiert nach Intune und MECM migrieren lassen. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem gemeinsamen Webinar Ivanti DSM wird eingestellt – So gelingt die Migration nach Intune & MECM.

Über den Autor:

Thore beschäftigt sich seit 2011 ausschließlich mit Endpoint Management und Endpoint Security Themen. Anfangs fokussiert auf Softwarepaketierung und Softwareverteilung mit Microsoft MECM/SCCM und Ivanti DSM ist er heute gefragter Gesprächspartner, wenn es um Unified Endpoint Management, Systemhärtung, Patch Management und Endpoint Protection geht. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Microsoft Technologien Intune, Configuration Manager, Entra und Defender. Thore ist Mitgründer des Expertenzirkels "Endpoint Management" im IAMCP e.V.

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